Bundesverband Deutscher Stiftungen
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Gedanken für den Tag

Gedanken für den 16.07.2018

Verlieren und Gewinnen

"Nun nehme ich an, ein Mensch hätte hundert Mark und verliere davon vierzig und behalte also die sechzig. Will nun dieser Mensch allezeit an die vierzig denken, die er verloren hat, so bleibt er ohne Trost und voll Schmerz. Wie könnte sonach der jemals Trost finden und ohne Leid sein, der seinen Blick nur auf den Schaden und das Leid hinwendet und sich nun das vorstellt und darauf schaut und seine Augen mit Schmerz darauf richtet und mit seinem Schaden Unterhaltung pflegt und der Schaden wiederum mit ihm spricht und sie sich so gegenseitig besehen. Wenn er sich aber zu den sechzig Mark hinwendete, die er noch hat, und den vierzig verlorenen den Rücken kehrte und sich nun die sechzig vorstellte und mit ihnen Gegenrede pflegte, würde er sicherlich Trost finden." (Meister Eckhart)

"Reich ist man nicht durch das, was man besitzt, sondern mehr noch durch das, was man mit Würde zu entbehren weiß. Und es könnte sein, dass die Menschheit reicher wird, indem sie ärmer wird, dass sie gewinnt, indem sie verliert." (Immanuel Kant)

"Viel haben macht nicht reich. Der ist ein reicher Mann,
der alles, was er hat, ohn' Leid verlieren kann." (Angelus Silesius)

Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden ... Sammelt euch aber Schätze im Himmel ... Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz!
Matthäus 6,19ff




Aus Axel Kühner: Hoffen wir das Beste,
© Aussaat-Verlag, D-Neukirchen-Vluyn.
ISBN: 3-7615-1618-5
Warnschild

Der schwankende Grund menschlicher Versprechungen macht Angst. Der feste Halt göttlicher Verheißungen aber macht Mut
Peter Hahne: Worauf man sich verlassen kann - Johannis ISBN 3-501-05935-3