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Gedanken für den Tag

Gedanken für den 23.05.2019

Die Redensart "Nur alle Jubeljahre" geht zurück auf das im alten Israel gefeierte Jubeljahr. Auf Gottes Anweisung übte Israel eine eindrückliche Form der sozialen Gerechtigkeit. Gegen Verarmung, Verschuldung und Versklavung wurde alle fünfzig Jahre das Erlassjahr, Halljahr oder Jubeljahr ausgerufen. Das Jahr wurde im ganzen Land durch Posaunenschall (hebräisch jobel) angekündigt. Nun wurden die Schulden erlassen und das Land wieder neu verteilt.
Im späten Mittelalter nahm die christliche Kirche diesen alten Brauch auf, allerdings nicht mit der Neuverteilung des Besitzes, sondern mit einem Sündenablass. So verschmolz das hebräische "jobel" mit dem lateinischen "jubilus" und daraus bildete sich die Redensart: Alle Jubeljahre. Als "Jubiläum" wurde es dann auch bald für weltliche Anlässe, die in größeren Zeitabständen eintreten, verwandt.

Und ihr sollt das fünfzigste Jahr heiligen und sollt eine Freilassung ausrufen im Lande für alle, die darin wohnen; es soll ein Erlassjahr für euch sein. Da soll ein jeder bei euch wieder zu seiner Habe und zu seiner Sippe kommen.
3.Mose 25,10




Aus Axel Kühner: Aus gutem Grund,
© Aussaat-Verlag, D-Neukirchen-Vluyn.
ISBN: 3-7615-5269-6
Warnschild

Der schwankende Grund menschlicher Versprechungen macht Angst. Der feste Halt göttlicher Verheißungen aber macht Mut
Peter Hahne: Worauf man sich verlassen kann - Johannis ISBN 3-501-05935-3