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Gedanken für den Tag

Gedanken für den 17.06.2016

Der Fluss

Ein Fluss war nach langem Weg
von seiner Quelle
über Tausende von Kilometern
an seiner Mündung angekommen.
Endlich im offenen Meer,
endlich in der Weite,
endlich am Ziel.
Doch dann dachte er:
Was hatte er alles
auf dem Weg verloren!
Was hatte er eingebüßt,
an Frische und Schnelligkeit,
an Sauerstoff und wilder Lust.
Wie langsam und wie träge
war er geworden!
Er schlug kaum noch Wellen.
Und wie viel Geröll
hatte er aufnehmen müssen,
solches, das er selbst
aus den Ufern schlug,
und solches, das man ihm beigab,
Abfälle, Dreck
und viel andere Belastung.
Darf ich dir so überhaupt kommen?
fragte der Fluss das Meer.
Bedenke, erwiderte das Meer,
was du auf deinem Wege gegeben
und verschenkt hast
an Mensch und Tier und Pflanze.
In dem Maße, wie du verloren hast,
hast du gewonnen.
Komm, sagte das Meer,
ich habe auf dich gewartet.

(Peter Spangenberg)

Quelle: Peter Spangenberg, Na gut.... sagte der Bär. Fabelhafte Weisheiten. (0 Agentur des Rauhen Hauses Hamburg 1998)

"Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten; hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tage geben wird!"

(2. Timotheus 4,7f)



Aus Axel Kühner: Zuversicht für jeden Tag,
© Aussaat-Verlag, D-Neukirchen-Vluyn.
ISBN: 3-7615-5083-9
Warnschild

Der schwankende Grund menschlicher Versprechungen macht Angst. Der feste Halt göttlicher Verheißungen aber macht Mut
Peter Hahne: Worauf man sich verlassen kann - Johannis ISBN 3-501-05935-3