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Gedanken für den Tag

Gedanken für den 08.11.2017

Die Welt

Der Alte Fritz fragte bei einer Schulinspektion einen Jungen, wo Potsdam liege. "In Preußen, Majestät!" - "Und Preußen?" - "In Deutschland, Majestät!" - "Und Deutschland?" - "In Europa, Majestät!" - "Und Europa?" - "In der Welt, Majestät!" - "Und die Welt?" Der Junge stutzte einen Augenblick und sagte dann: "Die Welt liegt im Argen!"
"Was ist die Welt und ihr berühmtes Glänzen?
Was ist die Welt und ihre ganze Pracht?
Ein schnöder Schein in kurzgefassten Grenzen,
ein schneller Blitz bei schwarzgewölbter Nacht,
ein buntes Feld, da Kummerdisteln grünen,
ein schön Spital, so voller Krankheit steckt,
ein Sklavenhaus, da alle Menschen dienen,
ein faules Grab, so Alabaster deckt.
Komm, Seele, komm und lerne weiter schauen,
als sich erstreckt der Zirkel dieser Welt!
Streich ab von dir derselben kurzes Prangen,
halt ihre Lust für eine schwere Last:
So wirst du leicht an diesen Ort gelangen,
da Ewigkeit und Schönheit sich umfasst."
(Christian Hofmann v. Hofmannswaldau)

Die Welt vergeht mit ihrer Lust, wer aber den Willen des Herrn tut, der bleibt in Ewigkeit.
1.Johannes 2,17




Aus Axel Kühner: Eine Gute Minute,
© Aussaat-Verlag, D-Neukirchen-Vluyn.
ISBN: 3-7615-1571-5

Warnschild

Der schwankende Grund menschlicher Versprechungen macht Angst. Der feste Halt göttlicher Verheißungen aber macht Mut
Peter Hahne: Worauf man sich verlassen kann - Johannis ISBN 3-501-05935-3