Bundesverband Deutscher Stiftungen
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Gedanken für den Tag

Gedanken für den 11.07.2018

Stück für Stück

Ein Mann besaß einen Acker, den er aber aus Nachlässigkeit verwildern ließ, so daß er von Disteln und Dornen übersät war. Später aber wollte er ihn wieder urbar machen und sagte zu seinem Sohn:
"Geh und reinige den Acker!" Der Sohn ging hin, um ihn zu reinigen. Als er ihn aber betrachtete, sah er die Menge des dort wachsenden Unkrauts und sprach: "Wie soll ich das alles ausrotten und fortschaffen?" Und er warf sich 'zur Erde und schlief.
Als sein Vater kam, um nachzusehen, was er bereits gearbeitet hatte, fand er ihn müßig. Und er fragte ihn: "Warum hast du bis jetzt nichts getan?" Der Sohn erwiderte: "Als ich gekommen war, um zu arbeiten, sah ich die Unmengen von Disteln und Dornen, und da wußte ich nicht, wo ich anfangen sollte, und vor Unmut legte ich mich auf die Erde und schlief."
Der Vater entgegnete ihm: "Mein Sohn, arbeite täglich nur so viel, als dein Körper, wenn du liegst, Raum einnimmt, und so wird deine Arbeit allmählich voranschreiten, und du wirst dabei nicht verzagt sein."
Der junge Mann handelte danach, und Stück für Stück wurde der Acker gereinigt und urbar gemacht.
(Aus den Erzählungen der Mönchsväter)

"Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan, und niemand kann sie zuschließen; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und hast meinen Namen nicht verleugnet!"
(Offenbarung 3,8)


Aus Axel Kühner: Hoffen wir das Beste,
© Aussaat-Verlag, D-Neukirchen-Vluyn.
ISBN: 3-7615-1618-5
Warnschild

Der schwankende Grund menschlicher Versprechungen macht Angst. Der feste Halt göttlicher Verheißungen aber macht Mut
Peter Hahne: Worauf man sich verlassen kann - Johannis ISBN 3-501-05935-3