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Gedanken für den Tag

Gedanken für den 20.12.2020

Irret euch nicht!

Am 20. Dezember 1908 erschien in Messina auf Sizilien in einem Witzblatt folgendes Gedicht: "O du kleines Kindelein, das nicht wahrer Mensch allein, nein, auch wahrer Gott will sein: Um deines Kreuzes willen begehren wir, deine Stimm zu hören. Bezeuge dich uns, die wir leben. Schick uns ein Erdbeben!"

Am 28. Dezember 1908 wurde die Stadt Messina durch ein schreckliches Erdbeben heimgesucht. Von den 150.000 Einwohnern kamen 83.000 ums Leben. Die gesamte Familie des Verfassers kam um. Er selber überlebte das Erdbeben und verfiel dem Wahnsinn.

"lrret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten!" (Galater 6,7).

Nicht immer antwortet Gott so schnell und eindrücklich auf seine Verhöhnung. Aber es ist auch heute noch lebensgefährlich, sich bewusst und wissentlich von Gott loszusagen und öffentlich gegen ihn auszusagen. "Das Erdreich muss vergehen, wenn er sich hören lässt!" (Psalm 46,7).

Auch heute noch gilt Gottes Feinden: "Irret euch nicht!" und seinen Freunden: "Fürchtet euch nicht!"

Was fragt ihr nach dem Schreien der Feind und ihrer Tück?
Der Herr wird sie zerstreuen in einem Augenblick.
Er kommt, er kommt - ein König, dem wahrlich alle Feind
auf Erden viel zu wenig zum Widerstande seind.
Er kommt zum Weltgerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht,
mit Gnad und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht!

(Paul Gerhardt)



Aus Axel Kühner: Überlebensgeschichten für jeden Tag,
14. Auflage, © Aussaat-Verlag, D-Neukirchen-Vluyn.
ISBN: 3-7615-1612-6

Warnschild

Der schwankende Grund menschlicher Versprechungen macht Angst. Der feste Halt göttlicher Verheißungen aber macht Mut
Peter Hahne: Worauf man sich verlassen kann - Johannis ISBN 3-501-05935-3